Past, Ámbar / Mendes Peres, Maruch (Text) / Araki, Tamana (Ill.)
Als die Sonne ein Kind war
Nach einem Mythos der Maya

Aus dem Spanischen von Jochen Weber
© Baobab Books, 2012
40 Seiten, gebunden, 30,5 x 21 cm
ISBN 978-3-905804-43-0
CHF 24.80 / € (D) 15,90 / € (A) 16,40
ab 5 Jahren

In der Dunkelheit des Urwalds lebt eine Mutter mit ihren drei Söhnen. Der Jüngste, NeNe, hat Zauberkräfte: Er kann Tiere zum Leben erwecken, und noch einiges mehr.

In diesem poetischen Schöpfungsmythos der mexikanischen Tzotzil-Maya wird seit Jahrhunderten vom Anfang der Zeit und von der Schaffung der Gestirne erzählt. NeNe verwandelt nicht nur seine Brüder und seine Mutter, sondern sich selbst am Ende in die Sonne und schenkt damit der Welt das Licht und das Leben.
Die Tzotzil leben im Hochland von Chiapas im Süden Mexikos und gelten als direkte Nachfahren der alten Maya.

»Die Veröffentlichung dieses Buches ist ein echter Glücksgriff.« Tageszeitung

»Ein Kinderbuch mit strahlenden Bildern und einer tiefgehenden Poesie.« Gesellschaft für bedrohte Völker

Die Autorinnen

Maruch Mendes Peres wurde zirka 1960 im Hochland Chiapas in der Tzotzil-Gemeinde Chamula geboren. Sie hat in ihrem Leben als Schäferin, Weberin und Töpferin gearbeitet, ist aber auch Hebamme, Heilerin und Sängerin. In ihrer Gemeinde ist sie wegen ihrer vielseitigen intellektuellen und spirituellen Fähigkeiten hoch angesehen. Der Text des Buches basiert auf einer Überlieferung der Maya, Maruch Mendes Peres hat sie in ihrer Muttersprache Tzotzil nacherzählt.

 

Ámbar Past wurde 1949 in North Carolina (USA) geboren. 1974 emigrierte sie nach Mexiko und lebt heute in San Cristóbal de las Casas, wo sie auch die Druck- und Kunstwerkstatt Taller Leñateros ins Leben gerufen hat. Ámbar Past schreibt Gedichte und Erzählungen und hat Gesänge und Gedichte der Tzotzil-Maya gesammelt und veröffentlicht.

Die Illustratorin

Tamana Araki wurde 1970 in Tokio geboren. Sie studierte an der Musashino Art University in Tokio, 1993–94 hielt sich als Gaststudentin zum ersten Mal länger in Mexiko auf, 2004–2005 war sie zudem Stipendiatin an der Kunsthochschule in Mexiko City. Araki hat sich seither intensiv für den Dialog zwischen Mexiko und Japan und insbesondere für die Kultur und die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos engagiert. Tamana Araki ist freischaffende Künstlerin und lebt heute in Tokio.

 

Original: »NeNe Sol« © 2012 Ámbar Past und Maruch Mendes Peres (Text) / © 2012 Tamana Araki (Ill.)