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Der Geruch von Häusern anderer Leute
Hitchcock Bonnie-Sue;

Der Geruch von Häusern anderer Leute

Aus dem Englischen von Sonja Finck.
Königskinder, Hamburg, 2016
320 Seiten
CHF 25.90/EUR 17,99
Roman, ab 14 Jahren
Nordamerika – Alaska
Alltag, Indigene Bevölkerung, interkulturelles Zusammenleben

Der Roman spielt in Alaska, Anfang der 1970er-Jahre. Er erzählt von mehreren Mädchen einer Kleinstadt im Landesinnern und von drei Jungen aus dem Süden Alaskas, deren Lebenswege sich im Laufe der Geschichte auf abenteuerliche Art kreuzen. Ruth und Lily leben bei ihrer strengen katholischen Grossmutter in ärmlichen Verhältnissen. Alyce tanzt in ihrer Freizeit leidenschaftlich Ballett, im Sommer arbeitet sie auf dem Schiff des Vaters, fängt Lachse und führt ein raues Leben an Bord. Dora, eine Ureinwohnerin, wird liebevoll von der Familie von Dumpling aufgenommen, als sie Schutz vor ihrem gewalttätigen Vater sucht. Die Autorin zeigt die -Jugendlichen mit ihren Sorgen rund um die eigene -Familie und die Sehnsucht und Suche nach einem -anderen, vielleicht besseren Leben.
Bonnie-Sue Hitchcock hat mit ihren Kindern einige Jahre vom Fischfang gelebt und schrieb für die «Independent Native News». Ihre verschiedenen Erfahrungen fliessen in die Geschichten ein und bieten den jugendlichen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, andere Lebensumstände in einem fremden Land kennenzulernen. Gleichzeitig begegnen sie Gleichaltrigen mit Sorgen, Wünschen, Problemen, die -ihnen nicht unbekannt sein dürften. Der Rassismus den Indianern (Ahtabaskan) und Inuit (Inupiat) gegenüber wird genauso spürbar wie die Kälte und Trostlosigkeit des Dorfes. Aber im Widerstand gegen die Einverleibung Alaskas durch die USA verbünden sich die Bewohner und Bewohnerinnen unterschiedlicher Herkunft. Freundschaft und gegenseitige Hilfe funktionieren unter den Jugendlichen auch über die Klassenunterschiede hinweg.