Datenbank

Kolibri empfiehlt Bücher, die die kulturelle Vielfalt thematisieren, Einblick in unbekannte Welten geben und eine offene Begegnung mit anderen Kulturen ermöglichen. Sie finden hier die Rezensionen der Bücher, die von der Redaktion Kolibri empfohlen werden. Die Datenbank wird laufend ergänzt.

Sie können den Katalog in alphabetischen Reihenfolge durchblättern oder nach AutorIn, Titel, Verlag, LandGattung oder Schlagwort suchen. Mehrsprachige Bücher finden Sie unter dem Stichwort Sprachenvielfalt. Klicken Sie auf die Titelzeile, um auf den vollständigen Eintrag zu gelangen.

The Hate U Give
Thomas Angie;

The Hate U Give

Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner.
cbt, München, 2017
512 Seiten
CHF 24.50/EUR 17,99
TB: ISBN 978-3-570-31298-8, CHF 13.90/EUR 9,99 E-Book: ISBN 978-3-641-20014-5 CHF 17.00/EUR 13,99
Roman, ab 12 Jahren
Nordamerika - USA
Rassismus, Gewalt

Starr und Khalil sind auf dem Nachhauseweg von einer Party, als sie von der Polizei aufgehalten werden, weil eines der Rücklichter ihres Autos nicht funktioniert. Khalil wird bei der Kontrolle erschossen. Von einem weissen Polizisten. Von hinten.
Für Starr und ihre ganze Familie beginnt mit dem dramatischen Abend ein komplizierter Weg voller Widersprüche. Starr, die in einer von Armut und Banden geprägten Gegend wohnt, aber Schülerin einer Schule ist, die überwiegend von Weissen besucht wird, lebt mit diesen Widersprüchen. Nach dem Mord an Khalil findet sie sich als Zeugin in den Mühlen der Justiz wieder, plötzlich einer wütenden Öffentlichkeit ausgesetzt. Auf keinen Fall will Starr ihren Freund Khalil verraten. Sie muss ihren Platz und ihre Rolle finden, und auch ihre Eltern werden gezwungen, Entscheidungen für ihre Familie zu treffen, die nicht ungefährlich sind.
Die Autorin Angie Thomas lässt Starr selbst erzählen und das Lesepublikum die traurige Realität der Polizeigewalt gegen schwarze Jugendliche in den USA und das damit verbundene Trauma hautnah miterleben. Mit THUG (nach Rapper Tupac Shakurs berühmtem «THUG LIFE – The hate you give little children fucks everybody») rückt sie die Menschen hinter den Nachrichten über bekannte Opfer wie Trayvon Martin oder Michael Brown, deren Alltag und deren Sprache ins Zentrum und die Black-Lives Matter-Bewegung in spürbare Nähe.