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Herschel und die Channukka-Kobolde
Kimmel Eric A. (Text) / Schart Hyman, Trina (Ill.);

Herschel und die Channukka-Kobolde

Aus dem Englischen von Myriam Halberstam.
Ariella Verlag, Berlin, 2017
36 Seiten
CHF 21.90/EUR 14,59
Bilderbuch, ab 8 Jahren
Irgendwo
Judentum, Märchen

Es ist der erste Abend von Chanukka, dem achttägigen jüdischen Lichterfest. Herschel wandert durch das Schneegestöber. Er ist unterwegs zum nächsten Dorf und freut sich bereits auf die fröhliche Feststimmung und die vielen Leckereien, die speziell für diesen Abend zubereitet werden. Doch als er das Dorf erreicht, findet er die Dorfbewohner in betrübter Stimmung vor. Bedrohliche Kobolde, die das Lichterfest verhindern wollen, wohnen in der Synagoge des Dorfes, und so kann es kein Fest geben. Herschel aber will den Dorfbewohnern helfen und die ungebetenen Gäste vertreiben. Sieben Nächte verbringt er in der Synagoge und bekämpft mit viel List und Gerissenheit Nacht für Nacht gruselige und furchterregende Kobolde. Als schliesslich in der achten Nacht der König der Kobolde persönlich im Tor der Synagoge steht, wird es selbst dem mutigen Herschel etwas mulmig zumute.
Der Kinderbuchverlag Ariella hat mit diesem Buch eine Übersetzung des bereits 1985 in den USA erschienenen Werkes von Eric A. Kimmel herausgegeben. Es ist noch immer eine wunderbar gruselige Wintergeschichte, die mit stimmungsvollen und detailreichen Illustrationen von Trina Schart Hyman und einem eher klassischen, aber gut erzählten Märchenplot überzeugt.
Obwohl eher die Kobolde als das Chanukka-Fest im Vordergrund stehen, vermittelt die Geschichte doch einen Einblick in diese jüdische Tradition. Die Neugierde und der Wissensdurst von Kindern, die das Lichterfest noch nicht kennen, können so geweckt werden.